Gemeindebrief 2012/12

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Editorial

„Er sprach aber zu allen: ... Denn was hilft es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, aber sich selbst verliert oder schädigt? Denn wer sich meiner und meiner Worte schämt, dessen wird sich auch der Sohn des Menschen schämen, wenn er kommen wird in seiner Herrlichkeit und der des Vaters und der heiligen Engel.“ Lk 9,23a.25-26

Geht es Euch auch manchmal so? Ich treffe Jemanden – sei es Schulfreund, Nachbar, ex-Arbeitskollege oder vielleicht die Friseuse, unterhalte mich nett und gehe wieder auseinander. Danach frage ich mich, wieso ich in dieser Situation denn nicht das Evangelium weitergesagt habe? Wo ich doch oft genau weiß, das die betreffende Person den Herrn nicht kennt und ich sie womöglich erst in Monaten oder Jahren – wenn überhaupt – wieder einmal sehe. Natürlich wäre hier der Einwand möglich, dass man ja „ohnehin nicht Alle retten kann“ und „es gerade nicht passte“ – doch fühle ich mich an dieser Stelle dann oft an meinem Mitmenschen schuldig und vom Vers aus Lukas 9 getroffen: Passte es nicht gerade gut, wo von persönlicher Not oder Politik die Rede war? Gibt es überhaupt unpassende Momente im Hinblick auf die Verkündigung des Evangeliums, der rettenden Botschaft? Welche Mühen haben die Apostel um der Verkündigung Jesu willen auf sich genommen? Und welches Leid hat erst unser Herr Jesus selbst am Kreuz – für uns! – ertragen? Ich schrecke bei diesem Gedanken vor meiner modernen Bequemlichkeit auf und möchte Euch herzlich ermutigen, über Euer persönliches Verhalten in solchen Situationen einmal neu nachzusinnen. Vielleicht bereitet Ihr dem Herrn da auch nicht immer nur Freude? Doch sollt Ihr mit diesen Worten nicht betrübt, sondern vielmehr angespornt werden, Anteil an der großen Freude zu erhalten, wenn ein Suchender das Wort Gottes hören darf und annimmt. Was für großer Segen und welche Freude damit verbunden sein können, durften wir im Löbtauer Bibelkreis im zurückliegenden Jahr erleben! Gestartet Ende 2010 noch bei Tetzels und unter der Leitung von Riedels, haben wir jetzt meist wechselweise bei André oder uns die Treffen. Nicht nur der Mut, eine Einladung zum gemeinsamen Bibellesen anzunehmen, sondern auch der, einzuladen, zahlt sich aus: Als Frucht erleben wir gute Gemeinschaft und anregenden Austausch über die Bibel. Alle „Eingeladenen“ sind bis heute treu dabei und wir dürfen erleben, wie Gottes Wort wirkt und Menschen verändert. Dafür sei unserem Herrn Ehre, Lob und Dank!

weitere Inhalte

Open doors; Berichte von Missionaren (Basti W., Antje B.); Buchvorstellung: Eltern - Hirten der Herzen 

Der Gemeindebrief ist als passwortgeschützer Download oder als Heft vor Ort in der Gemeinde beziehbar.